Wunderbar, dies in der Gerolsteiner Erlöserkirche mitzuerleben: Das Orchester “l\’arte del mondo” spielte vielfarbig, die Sopranistin Stefanie Elliott war der Publikumsliebling.

Die Sopranistin Stephanie Elliott in der Erlöserkirche. TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Gerolstein. Rein rechnerisch gesehen machte das Leverkusener Kammerorchester “l\’arte del mondo” (siehe Extra) mit neun Instrumentalisten und einer Sopranistin eine anderthalbe Stunde klassische Musik und versetzte die rund 150 Zuhörer in das weihnachtliche Assisi zur Zeit des Barock.
Doch was den Wert dieses Konzerts viel mehr ausmachte, waren die vom Orchester vielfarbig aufgefächerten Klänge und die von Stephanie Elliott sehr lebendig und ausdrucksstark gesungenen Lieder. Vier italienische Komponisten mit Attributen wie “führender Violinist” (Arcangelo Corelli), “bedeutender Kapellmeister” (Francesco Maria Benedetti), “bester Gesangslehrer” (Nicola Antonio Porpora) und “hervorragender Organist” (Ferdinando Antonio Lazzaro) hatten die entsprechende Literatur geliefert. Die Streicher, der Cembalist und die Sopranistin agierten mit Laune und Freude an Spiel und Gesang – allen voran die Konzertmeisterin Andrea Keller und die aus Chile stammende Meisterschülerin Stephanie Elliott, die in Fachkreisen für ihre exzellente Stimmqualität hoch gelobt wird. In der Erlöserkirche nahm sie immer wieder auf charmante, gewinnende Weise Blickkontakt mit den Ensemblemitgliedern und den Zuhörern auf. Kein Wunder, dass ihr der meiste Applaus gewidmet wurde und sie als Zugabe noch einmal Porporas herrliches “Alleluia” darbot.